Schlitzblättriger Sonnenhut
Familie |Asteraceae (Korbblütler)
Gattung |Echinacea (Sonnenhüte)
Art | Schlitzblättriger Sonnenhut (Rudbeckia laciniata)
lateinischer Name | Rudbeckia laciniata
Vorkommen
Der Schlitzblättrige Sonnenhut (Rudbeckia laciniata) stammt ursprünglich aus Nordamerika, wo er vor allem in feuchten, stickstoffreichen Hochstaudenfluren, an Gebüschrändern und in lichten Feuchtwäldern, besonders entlang von Gewässerufern, verbreitet ist.
In Europa ist er seit etwa 1830 als eingebürgerter Neophyt (Pflanzenart wurde eingeschleppt) bekannt, besonders in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Dort wächst er bevorzugt an Ufern fließender Gewässer, in Auwäldern, an feuchten Waldrändern und in Ufergebüschen. In Mitteleuropa ist Rudbeckia laciniata mittlerweile in weiten Teilen West-, Mittel- und Osteuropas verbreitet und kann lokal dominante Bestände bilden.
Auch in China und Neuseeland ist die Art als Neophyt nachgewiesen.
Wirkung
In der Volksmedizin wurde der Schlitzblättrige Sonnenhut traditionell genutzt, etwa zur Herstellung von Kompressen aus den Blüten bei Blasen und Verbrennungen. Wissenschaftlich belegte medizinische Wirkungen wie beim Purpur-Sonnenhut (Echinacea) sind für Rudbeckia laciniata jedoch nicht ausreichend nachgewiesen. Blätter und Wurzel gelten traditionell als heilend bei Wunden aller Art. Seit etwa 1950 ist bekannt, dass im Sonnenhut Inhaltsstoffe wirken, die gegen Bakterien helfen können. Das Bundesgesundheitsamt empfiehlt Sonnenhut zur Unterstützung der Abwehrkräfte bei Erkältungskrankheiten im Hals-, Nasen- und Rachenbereich, weist aber darauf hin, dass bei Bedarf auch Antibiotika eingesetzt werden sollten.
Der Schlitzblättrige Sonnenhut entfaltet seine Wirkung vor allem als Zierpflanze im Garten. Er beeindruckt durch seine leuchtend gelben Blüten, die von Juli bis September erscheinen und sowohl als Blickfang im Staudenbeet als auch als Schnittblume beliebt sind.
Auch ökologisch ist Rudbeckia laciniata wertvoll: Die Blüten dienen als Nahrungsquelle für Bienen und andere Insekten. Es gibt keine veröffentlichten Messwerte zur stündlichen CO₂-Filterleistung des Schlitzblättrigen Sonnenhuts. Die Pflanze trägt jedoch wie alle grünen Pflanzen zur CO₂-Reduktion bei, ihr Beitrag ist im Vergleich zu Bäumen oder großflächigen Vegetationsflächen aber gering. Dafür unterstützt die Pflanze lokale Ökosysteme und trägt zur Artenvielfalt bei.




